By Friedrich Nietzsche, Giorgio Colli, Mazzino Montinari

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Wer Fortuna trotzt (Historischer Kriminalroman)

"Ein spannender Römerschmöker. " Kölnische RundschauDer junge Curator Felix soll die Bergwerke Germaniens inspizieren. Doch als ein Mann im Stollen verschüttet wird, gerät ausgerechnet Felix unter Mordverdacht. Im letzten second kann er mithilfe des Sklaven Ateius fliehen. Die beiden machen sich auf den Weg in die Colonia Agrippinensis zu Felix' Onkel - immer auf der Hut vor den Verfolgern.

Inseln im Netz

Nichts ist wahr, alles ist erlaubtMan schreibt das Jahr 2020: Die Nationalstaaten haben ihren politischen Einfluss weitgehend verloren, Multis beherrschen mithilfe einer perfekt vernetzten Informationstechnik die Welt. Laura und David Webster arbeiten als PR-Berater für eine dieser Firmen, Rizome. Grenada, Singapur und Luxembourg sind Datenoasen – hier wird mit jeder Sorte von Informationen gehandelt.

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Einstweilen wirkt der Co n t ras t unseres aufgeregten Ephemeren-Daseins gegen die langathmige Ruhe metaphysischer Zeitalter noch zu stark, weil die beiden Zeiten noch zu nahe gestellt sind; der einzelne Mensch selber durchläuft jetzt zu viele innere und äussere Entwickelungen, als dass er auch nur auf seine eigene 44 Menschliches, Allzumenschliches I Lebenszeit sich dauerhaft und ein für alle Mal einzurichten wagt. Ein ganz moderner Mensch, der sich zum Beispiel ein Haus bauen will, hat dabei ein Gefühl, als ob er bei lebendigem Leibe sich in ein Mausoleum vermauern wolle.

48 Menschliches, Alizumenschliches I 27· E r s atz der Re 1i g ion. - Man glaubt einer Philosophie etwas Gutes nachzusagen, wenn man sie als Ersatz der Religion für das Volk hinstellt. In der That bedarf es in der geistigen Oekonomie gelegentlich überleitender Gedankenkreise; so ist der Uebergang aus Religion in wissenschafHiche Betrachtung ein gewaltsamer, gefährlicher Sprung, Etwas, das zu widerrathen ist. Insofern hat man mit jener Anempfehlung Recht. Aber endlich sollte man doch auch lernen, dass die Be10 dürfnisse, welche die Religion befriedigt hat und nun die Philosophie befriedigen soll, nicht unwandelbar sind; diese selbst kann man sc h w ä ehe n und aus r 0 tt e n.

Welches ist doch der Hauptsatz zu dem einer der kühnsten und kältesten Denker, der Verfasser des Buches "Ueber den Ursprung der moralischen Empfindungen" vermöge seiner einund durchschneidenden Analysen des menschlichen Handelns gelangt? " Dieser Satz, hart und schneidig geworden unter dem Hammerschlag der historischen Erkenntniss, kann vielleicht einmal, in irgendwelcher Zukunft, als die Axt dienen, welche dem "metaphysischen Bedürfniss" der Menschen an die Wurzel gelegt wird, - ob m ehr zum Segen, als zum Fluche der allgemeinen Wohlfahrt, wer wüsste das zu sagen?

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